An der Universität Göttingen können Prüfungsverantwortliche zwischen den Prüfungssystemen ILIAS und Dynexite wählen. Beide Systeme haben sich im anspruchsvollen Regelbetrieb bewährt und weisen unterschiedliche funktionelle Schwerpunkte auf, um den prüfungsdidaktischen Anforderungen diverser Fachbereiche gerecht zu werden.
Darüber hinaus sind sie vollumfänglich in die technische Infrastruktur sowie die Prozesse, die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der digitalen Klausuren unterstützen, eingebettet, die das Service-Team für E-Prüfungen anbietet.
Wenn sich Lehrende für die Durchführung digitaler Prüfungen entscheiden, erhalten sie eine umfassende Einführung in die beiden zur Verfügung stehenden Systeme und erarbeiten im Dialog mit dem Service-Team das für sie passende Prüfungsszenario.
ILIAS
Der E-Learning-Service stellt in Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Rechenzentrum (WiSo-RZ) das E-Prüfungssystem zur Verfügung. Es basiert auf der Open-Source-Lernplattform ILIAS und beinhaltet für die Durchführung von elektronisch unterstützten Klausuren notwendige Erweiterungen wie z.B. ein breites Spektrum von Fragetypen sowie eine Druckausgabe und die Möglichkeit zur digitalen Archivierung der Klausuren. Außerdem ist das System hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit und der Manipulationssicherheit an die besondere Nutzungssituation summativer Prüfungen angepasst. ILIAS wird u.a. von den Universitäten Bonn, Gießen, Hannover, Köln, Mainz und Marburg eingesetzt und von den nutzenden Institutionen kontinuierlich weiterentwickelt. Daneben führt der E-Learning-Service standortspezifische Anpassungen durch, die z.B. von den Lehrenden und Studierenden gewünscht werden.
Dynexite
Als Alternative zur Prüfungssoftware ILIAS testet der E-Learning-Service derzeit das Prüfungssystem Dynexite. Diese Eigenentwicklung der RWTH Aachen ist insbesondere an die Erfordernisse von Hochschulen angepasst – im Gegensatz zu kommerziellen Systemen, die sich zum Teil eher an finanzstarken Firmenkunden ausrichten. Mittlerweile wird Dynexite auch bereits an mehreren Hochschulen außerhalb von Aachen eingesetzt.
Ein besonderes Merkmal von Dynexite ist die Möglichkeit, viele Fragentypen zu „parametrisieren“, also zufallsbasiert zu variieren. Dies kann insbesondere genutzt werden, um Zahlenwerte in Rechenaufgaben zu randomisieren, aber auch, um die Antwortmöglichkeiten bei Choice-Fragen bei jedem Fragenaufruf neu zusammenzustellen.
So entfällt für Lehrende z.B. der Aufwand, in ihrem Fragenbestand zwischen Übungs- und Prüfungsaufgaben zu unterscheiden, und gleichzeitig wird von den Studierenden eine stärkere Auseinandersetzung mit der Thematik der Aufgaben gefordert.