Internationale Lerngelegenheiten sollen nicht ausschließlich an langfristige Auslandsaufenthalte gebunden sein. Flexible Formate eröffnen allen Studierenden Zugang zu internationalen Perspektiven – unabhängig von finanziellen, persönlichen oder strukturellen Rahmenbedingungen.

Im ENLIGHT Netzwerk werden daher die sog. „Stepping Stones“ als einen Orientierungsrahmen zur systematischen Integration internationaler Lernerfahrungen in bestehende Curricula genutzt. Sie ermöglichen es, unterschiedliche Formate – von virtueller Zusammenarbeit bis zu physischer Mobilität – fach- und zielgruppenspezifisch zu kombinieren. Internationale Erfahrungen werden damit als integraler Bestandteil des Studiums und nicht als Zusatzangebot verstanden.

Sehr gerne beraten wir Sie zu den Stepping Stones!

Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Fördermöglichkeiten für Kooperationen in ENLIGHT.



Lehraufenthalte an einer Partnerhochschule sind eine tolle Gelegenheit, Ihre wissenschaftliche und didaktische Arbeit außerhalb der eigenen Hochschule sichtbar und wirksam zu machen oder die Göttinger Studierenden mit den Expertisen, Perspektiven, Wissenskulturen oder didaktischen Herangehensweisen internationaler Kolleg*innen vertraut zu machen.

Dies ist rein virtuell möglich – über ERASMUS+ können Sie aber auch eine Förderung für einen eigenen Lehraufenthalt in Präsenz an einer Hochschule aus dem ENLIGHT-Netzwerk erhalten (nähere Informationen finden Sie hier) oder Kolleg*innen unserer Partnerhochschulen einladen (Informationen dazu finden Sie hier).

Lehrendenmobilität ist eine für Studierende besonders zugängliche und bereichernde Möglichkeit, den globalen wissenschaftlichen Kontext zu erleben. Zudem können auch weniger mobile Studierenden an einer internationalen Aktivität durch „Internationalisation at home“ teilhaben. Gastvorlesungen oder Intensivseminare sind dabei ebenso möglich wie die gemeinsame Gestaltung von Lehrveranstaltungen.

Virtual Exchange bezeichnet eine digital gestützte Kooperation zwischen Studierenden und Lehrenden von zwei Hochschulen. Im Team entwickeln Sie als Lehrende hierfür gemeinsame Projektphasen oder Aufgabenformate, die kollaboratives Arbeiten und Perspektivwechsel erfordern. Eine vier- bis sechswöchige virtuelle Austauschphase innerhalb einer bestehenden Lehrveranstaltung ist häufig praktikabel und mit den unterschiedlichen Semesterzeiten meist gut vereinbar.

Typisch ist eine strukturierte Abfolge aus Kennenlernphase, inhaltlicher Vorbereitung, kooperativer Projektarbeit und Reflexion. Weitere Informationen zu Virtual Exchange im ENLIGHT finden Sie hier.

Virtual Mobility ermöglicht Studierenden die Teilnahme an digitalen Lehrveranstaltungen von Partnerhochschulen ohne dabei physisch mobil zu werden. Sie können eine (online) Lehrveranstaltung für eine begrenzte Anzahl an ENLIGHT-Studierende öffnen. Studierende der Partneruniversitäten erhalten Zugang zu lokalen Lernmanagementsystemen (hier z.B. Stud.IP), Einsicht in die Lehrmaterialien und können die Prüfungsleistung(en) des Kurses ablegen. Hier können Sie sich einen Überblick über das aktuelle Lehrangebot in ENLIGHT verschaffen hier.

Das Format ergänzt klassische Austauschprogramme, ersetzt sie jedoch nicht. Virtual Mobility eignet sich insbesondere für Wahlbereiche und Profilbildung. Studierende erhalten hier Einblicke in andere Lehr-Lern-Kulturen und Zugang zu fachwissenschaftlichen Perspektiven, die im eigenen Curriculum nicht angeboten werden. Zugleich kann Ihre Lehre von der internationalen Perspektive profitieren und das Format einen Ausgangspunkt für vertiefte institutionelle Kooperationen darstellen. Weitere Informationen zur Virtual Mobility im ENLIGHT finden Sie hier.

Blended Mobility kombiniert virtuellen Austausch mit einer kompakten Präsenzmobilität. Entscheidend ist die didaktische Verzahnung beider Elemente zu einer kohärenten Lernstruktur, sodass Online- und Präsenzphasen aufeinander aufbauen.

Eine etablierte Förderlinie ist das Erasmus+ Blended Intensive Programmes (E+ BIP). Mindestens drei Hochschulen entwickeln ein gemeinsames Programm (mind. 3 ECTS) mit virtueller Phase und mindestens fünftägiger Präsenzmobilität. Klicken Sie hier für weitere Informationen zur Beantragung und Durchführung von E+ BIPs an der Universität Göttingen.

Neben intensivem interkulturellem und fachlichem Austausch, ermöglicht der Präsenzaufenthalt eines E+ BIPs i.d.R. ein Rahmenprogramm mit Ausflügen in die Region oder weiteren sozialen Aktivitäten. Die Teilnahme an einem E+ BIP fördert daher die aktive Zusammenarbeit mit Studierenden aus unterschiedlichen europäischen ENLIGHT-Universitäten.

Weitere Informationen zur Konzeption, Gestaltung und Organisation von Blended Mobility Formaten in ENLIGHT erhalten Sie hier.

Mobilitätsfenster bezeichnen curricular verankerte Zeiträume, die gezielt für internationale Studienleistungen vorgesehen sind. Sie ermöglichen anrechenbare Auslandsphasen ohne Studienzeitverlängerung und schaffen Planungssicherheit für Studierende. Ausgestaltung und Verbindlichkeit können je nach Studiengang variieren. Für ein Mobilitätsfenster ist das zweite oder das dritte Studienjahr des Bachelorstudiums bzw. das zweite oder dritte Semester des Masterstudiums geeignet, damit ein Studienabschluss in der Regelstudienzeit möglich ist.

Micro-Credentials sind kurze, gezielte Lernangebote (typischerweise 1–30 ECTS), die dem Nachweis flexiblen Kompetenzerwerbs, der individuellen Fort- und Weiterbildung und der Förderung des lebenslangen Lernens (Upskilling/Reskilling) dienen. Micro-Credentials können innerhalb bestehender Studiengänge oder als eigenständige (Fort- bzw. Weiterbildungs-)Formate angeboten werden. Eine curriculare Integration kann ab 3 ECTS-Credits erfolgen.

Micro-Credentials sind darauf ausgelegt, spezifische, nachgefragte Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, die für den Arbeitsmarkt, die Gesellschaft oder die persönliche Entwicklung relevant sind. Sie sind modular aufgebaut, können also eigenständig genutzt oder zu größeren Qualifikationen zusammengesetzt werden („Stacking“). Lehrformen können digital, in Präsenz oder hybrid gestaltet werden.

Im Rahmen von ENLIGHT sind Micro-Credentials ein geeignetes Lehrformat, um (gemeinsam mit Lehrenden anderer ENLIGHT-Universitäten) attraktive, gezielte Angebote bereitzustellen, die Studierende aller Partneruniversitäten für ihr Studium oder ihre persönliche Fort- und Weiterbildung nutzen können. Durch die Zusammenarbeit innerhalb der Allianz entsteht Zugang zu gemeinsamer Expertise, innovativen didaktischen Ansätzen und erprobten Formaten der wissenschaftlichen Weiterbildung. Gleichzeitig eröffnet das Netzwerk einen erweiterten Pool an Fachkolleg:innen, Praxispartnern und externen Expert:innen, der interdisziplinäre und anwendungsnahe Lernangebote erleichtert.

Ein Double Degree basiert auf einer Kooperationsvereinbarung zweier Hochschulen mit abgestimmten Austauschstrukturen; Studierende erwerben zwei nationale Abschlüsse. Ein Joint Degree hingegen ist ein gemeinsam entwickelter und koordinierter Studiengang mit abgestimmten Qualifikationszielen und – wenn möglich – einem gemeinsamen Abschluss. Beide Modelle setzen eine strategische und curricular abgestimmte Partnerschaft voraus.


Gemeinsame Betreuung von Abschluss- und Promotionsarbeiten





Sie können Ihre Studierenden auch unterstützen, im Rahmen von Masterarbeiten nicht nur im wissenschaftlichen, sondern auch im internationalen Kontext zu wachsen. Mit einem internationalen Bezug werden Abschlussarbeiten nicht nur qualitativ stärker, sondern auch sichtbarer – und das wirkt sich positiv auf das akademische und berufliche Profil aus.



  • Virtuelle (Co-) Betreuung
  • Gemeinsam mit einem Co-Betreuer an einer anderen Hochschule können Sie online regelmäßig Feedback geben, Forschungsgespräche führen und Studierende an virtuellen Seminaren, Kolloquien oder Forschungstreffen teilnehmen lassen.



  • Praktische Auslandsphase
  • Die praktische Arbeit – sei es Laborarbeit, Feldforschung, Datenerhebung oder anwendungsorientierte Forschung – Ihrer Studierenden findet an einer Partneruniversität statt oder Sie integrieren Studierende aus dem ENLIGHT-Netzwerk in Ihre praktischen Studienanteile. Ihre Studierenden lernen neue Methoden, Forschungsumgebungen und internationale Standards kennen.



  • Studienaufenthalt mit akademischer Betreuung
  • Ihre Studierenden verbringen einen Zeitraum an einer ENLIGHT-Partneruniversität, um passende Seminare zu besuchen, eng mit einem Zweitbetreuer oder einer Zweitbetreuerin zu arbeiten, auf Forschungsinfrastruktur zuzugreifen, oder in eine internationale Forschungsgruppe eingebunden zu sein.


    Der Aufenthalt internationaler Studierender in der Abschlussphase an der Universität Göttingen fördert zudem den Einstieg in einen Göttinger Master- oder PhD-Studiengang („vertikale Mobilität“).



  • Gemeinsame Betreuung von Doktorarbeiten
  • Ein Cotutelle-Verfahren/Co-tutelle/Cotutelle de thése oder bi-nationales Promotionsverfahren eröffnet im Unterschied zum normalen Promotionsverfahren die Möglichkeit den Doktorgrad von zwei Hochschulen zu erwerben. Gerade Promotionsvorhaben, bei denen ein:e Betreuer:in einer anderen ausländischen Hochschule angehört und bei deren Bearbeitung ein längerer Forschungsaufenthalt im Ausland erforderlich ist, bieten sich für Cotutelles an. Im Gegensatz zum üblichen Promotionsverfahren wird die Dissertation an zwei Hochschulen gleichzeitig eingereicht. Die mündliche Prüfung erfolgt dann entweder in Göttingen oder an der ausländischen Hochschule. Die Prüfungskommission wird üblicherweise von beiden Hochschulen bestellt.


    Die Grundlage für ein solches Promotionsverfahren bildet ein internationaler Kooperationsvertrag. Um den Abschluss dieses Kooperationsvertrags zu erleichtern, gibt es im ENLIGHT Netzwerk eine Rahmenvereinbarung für gemeinsame Promotionen.