Leon-Fabian Caspari, M.A.
Leon-Fabian Caspari ist seit Januar 2026 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethnologie. Er promoviert im Rahmen des Projekts "Klimaanpassungsmanagement in Deutschland: Zur Anpassung an Klimawandelfolgen im urbanen Niedersachsen" gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK).
Deutsche Städte und Gemeinden sehen sich in zunehmendem Maße mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert und ergreifen bereits Maßnahmen, um sich an die Risiken, die durch Klimafolgen, wie Hitze, Starkregen, Hochwasser, Dürre und Sturm entstehen, anzupassen. Leon untersucht die Praxis der Klimaanpassung und fokussiert auf die Rolle, die Klimaanpassungsmanager*innen im Verhältnis zu anderen Akteuren und Entitäten einnehmen: Welches Handlungsvermögen haben sie, um nachhaltige und sozial gerechte Anpassungsmaßnahmen umzusetzen und die Städte und Gemeinden resilienter zu machen?
Leon studierte Ethnologie und Humangeographie in Göttingen, Hongkong und Singapur und arbeitet selbst als Klimaanpassungsmanager bei der Stadt Göttingen. Sein Schwerpunkt liegt in der Anpassung an zunehmende Hitze. Er ist Teil des EU-Interreg-Projekts COOL CITIES, dessen Ziel es ist, Hitzestress durch die Schaffung kühler und angenehmer Außenbereiche und Routen in Städten zu reduzieren.
Im Rahmen von ENLIGHT koordinierte er von Juli 2021 bis April 2024 gemeinsam mit Elfriede Hermann und in interdisziplinären Teams mit Wissenschaftler*innen anderer ENLIGHT-Universitäten verschiedene Blended Intensive Programs (BIPs), die sich mit den soziokulturellen Auswirkungen und Reaktionen auf die Klimakrise befassen. Im Mittelpunkt standen dabei die Wechselwirkungen zwischen Klimaschutz, Anpassung und Klimagerechtigkeit.
Thematische Interessen
Anthropologie des Klimawandels (Klimaanpassung, Resilienz, Katastrophenschutz); Anthropologie der Policy und Expertise; (Klimapolitiken, städtisches Regieren, kritische Policyforschung); Urbane Anthropologie (Soziale Infrastrukturen, städtische Hitze, Praxen der Fürsorge).
Regionale Schwerpunkte
Europa, insbesondere Deutschland