Luisa Fischer


  • seit 10/2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Christoph Bräuer

Mitarbeit im Projekt Praktiken literarischer Rezeption (PRA:LIRE): In dem Projekt wird untersucht, wie Schüler*innen unterschiedlicher Jahrgangsstufen literarische Texte lesend wahrnehmen und verstehen. Die Rekonstruktion sprachlicher Gebrauchsmuster erfolgt auf Basis von Tonaufnahmen literarischer Gespräche und Lautem Denken. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der sprachlichen Form und der texterschließenden Funktion von Bezugnahmen im literarischen Rezeptionsprozess. Das Projekt wird von Pro*Niedersachsen gefördert.

Eigen- und Fremdadressierungsphänomene im literarischen Rezeptionsprozess (Arbeitstitel)

  • Im Prozess des Sprechens über Literatur werden von Schülerinnen und Schülern verschiedengestaltige sprachliche Praktiken an die Textgrundlage herangetragen. Diese erweisen sich als Strategien, sich Texte zu erschließen und finden ihren Niederschlag in sprachlichen Realisationen, die auf die literarische Vorlage in Form von unterschiedlichen Bezugnahmen rückbinden und verweisen. Im Fokus dieser Arbeit steht in diesem Zusammenhang der individuelle Adressatenzuschnitt innerhalb literarischer Rezeption im Spiegel deiktischer Verweisungsprozesse und deren ausdrucksseitiger Vertextung. Dabei werden individuelle Rezeptionsprozesse in Form von Laut Denk Protokollen und Gruppenrezeptionsprozesse in Form von Literarischen Gesprächen hinsichtlich spezifischer Charakteristika des rezeptionsbasierten kommunikativen Dialogpotenzials untersucht, um Grundlagen des sequenziellen Adressatenzuschnitts als kooperativer Tätigkeit der Texterschließung offenzulegen.
    Erstbetreuer: Prof. Dr. Christoph Bräuer; Zweitbetreuer: Prof. Dr. Tilmann Köppe
    • "Eigen- und Fremdadressierungsphänomene im literarischen Rezeptionsprozess", Vortrag auf dem Norddeutschen Linguistik Kolloquium (NLK) 2026 in Hildesheim.
    • "Praktiken literarischer Rezeption – Rekonstruktion von Sprachgebrauchsmustern der Bezugnahme in literarischen Gesprächen und Laut-Denk Protokollen", Vortrag auf dem SDD (Symposion Deutschdidaktik) 2024 in Mainz, gemeinsam mit Prof. C. Bräuer, Dr. S. Kubik und S. Johannsen